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Volksinitiative: Stop der Hochpreisinsel

30. September 2016 um 15.28 Uhr
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Am 20. September 2016 lancierte der Verein „Stop der Hochpreisinsel – für faire Preise“ die Unterschriftensammlung für die so genannte „Fair-Preis-Initiative“.

Das Initiativkomitee wurde sehr breit abgestützt als Verein konstituiert. Vereinsmitglieder sind nebst GastroSuisse mit rund 10 Kantonalsektionen auch Hotelleriesuisse, der Bäcker-Confiseurenverband, der Drogistenverband, die Schweizerische Metall-Union, Swissmecanic, die BKW Energie AG, die Seilbahnen Schweiz und – was besonders bemerkenswert ist – auch die Stiftung für Konsumentenschutz SKS. Insgesamt 31 Organisationen und Verbände, also von links bis rechts und auf der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite breit abgestützt.

Das Hauptziel der Initiative ist, die ungerechtfertigten Schweiz-Zuschläge zu unterbinden.  Denn für importierte Produkte wird in der Schweiz oft ein markant höherer Preis verlangt als in den Nachbarländern. Überrissene Schweiz-Zuschläge belasten Unternehmen und Konsumenten, im Einkauf insbesondere vor allem auch die Gastronomie, was dann schmerzhaft auf die Preise durchschlägt. Die Schweizzuschläge belaufen sich von 50 bis weit über 200 Prozent.

Warum bezahlen wir in der Schweiz mehr für Import-Produkte?

Weil international tätige ausländische Lieferanten einen ungerechtfertigten Aufpreis (Schweiz-Zuschlag) durchsetzen und den Direkteinkauf im Ausland bzw. die Direktlieferung vom Ausland her verweigern können. „Schweiz-Zuschläge“ vermindern die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, die auf ausländische Zwischenprodukte oder Endprodukte angewiesen sind, was sich auf die Ertragslage sowie auf die Sicherheit der Arbeitsplätze negativ auswirkt.

Es besteht Handlungsbedarf, um wettbewerbsverzerrende Vertriebs- und Preisstrukturen im In- und Ausland durch marktbeherrschende und relativ marktmächtige Unternehmen zu verhindern und eine echte Beschaffungsfreiheit für Schweizer Unternehmen zu erreichen. Damit würde eine wichtige Voraussetzung für faire Preise geschaffen. Dafür setzt sich die Initiative ein.

Was sind die Argumente für die Initiative?

  • Verhinderung von ungerechtfertigten Schweiz-Zuschlägen
  • Tiefere Einkaufspreise für viele Waren und Investitionsgüter (Maschinen, Apparate, Mobilien) und dadurch ergibt sich die Möglichkeit zu attraktiveren Verkaufspreisen
  • Weniger Wertschöpfungsverlust durch Einkaufstourismus und damit Stärkung unserer inländischen Lieferanten
  • Faire Beschaffungspreise und dadurch wettbewerbsfähigere Schweizer Unternehmen
  • Sicherere Arbeitsplätze

Jede Unterschrift zählt! Mehr Informationen und einen herunterladbaren Unterschriftenbogen finden Sie unter: www.fair-preis-initiative.ch. Jetzt unterschreiben!

Mit der Herbstausgabe der BärnerChanne erhalten alle Verbandsmitglieder einen Unterschriftenbogen zugestellt. Sie finden in der Ausgabe auch einen ausführlichen Artikel zum Thema.